Situation vor Beginn der Baumaßnahmen

Ein trauriger Anblick, aber nicht hoffnungslos

So sah die Glockenstube noch im Juli 2017 aus: Die drei kleineren Glocken mussten ja abgehängt werden, haben aber noch ihre Aufhängung, der Glockenstuhl wurde abgebaut und die große Trauerglocke, die sich durch Materialermüdung eines Haltebolzens von ihrer Aufhängung gelöst hatte und abgestürzt ist, steht daneben. Sie lagern nun auf einer zwischenzeitlich neu gegossenen Betondecke und sehen einer Zukunft entgegen, die wir in hoffentlich nicht mehr allzu fernen Zeit klären werden.

Von der großen Glocke ist beim Absturz ein Stück am unteren Rand herausgebrochen, da sie an dieser Stelle auf einen Eisenträger gefallen ist, der den Sturz aufgefangen und dadurch weiteren Schaden verhindert hat. Schließlich besteht diese Glocke aus Eisenhartguss, hat ein Gewicht von 6.700 kg und jeder kann sich denken, welche katastrophalen Folgen ein solcher Absturz noch hätte haben können. Denn unter der Glockenstube befindet sich neben weiteren Räumlichkeiten die Brauthalle, in der zum Zeitpunkt des Absturzes ein Trauergottesdienst stattfand. Zu diesem Anlass wurde ja die große Glocke geläutet.

Der Gemeindekirchenrat (GKR) hatte 2015 einen Ausschuss unter der Leitung von Henner Kollenberg berufen mit dem Ziel, eine Wiederherstellung des Glockengeläuts zu prüfen und in die Wege zu leiten. Neben Herrn Kollenberg gehören heute folgende Personen zu dieser Arbeitsgruppe: Andreas Groß, Ralf Hannemann, Jutta Lockau, Matthias von Schenck sowie die Herren Obermann und Nehring von der Architektenfirma "amd Ewerien und Obermann".

Und so hoffen wir, bald wieder diesen Klang zu hören, wie man ihn anhand einer Tonbandaufnahme hier hören kann – bitte Lautsprecher einschalten. Die Tonaufnahme wurde erstellt am 23. Juli 1997 von Arnold Rißler, der 2008 als Glockensachverständiger ein Gutachten über den Schaden erstellt hat.

Ralf Hannemann