Kammermusik in der Kreuzkirche

 


Der Kammermusikabend findet einmal im Monat an einem Freitag statt und hat folgenden Ablauf:

19.00 Uhr Meditativer Gottesdienst Licht und Klang

20.00 Uhr Kammerkonzert

 

Anschliessend gibt es Gelegenheit, bei Wein und Brezeln beisammen zu sein.

 


Freitag, 8. September, 19:00 Uhr
mit Musik von Johann Sebastian Bach

Nach dem meditativen Gottesdienst “Licht und Klang” um 19:00 Uhr in der Kreuzkirche findet der Kammermusikabend um 20.00 Uhr im Großen Saal (Eingang Forckenbeckstraße) statt.

Es spielen Florian Schmidt-Bartha (Violoncello) und Joosten Ellee (Violine).

Johann Sebastian Bach, Partita d-Moll, BWV 1004, Partita Nr. 2 d-Moll für Violine solo, BWV 1004 1. Allemanda, 2. Corrente, 3. Sarabande, 4. Giga, 5. Ciaccona

Nicht nur die Chaconne, mit der Bach seine Partia seconda krönte, sondern auch die ersten vier Sätze gehören zum Tiefgründigsten, was er geschrieben hat. Am Anfang seiner „Inventio” (wir würden von Eingebung sprechen) stand hier eine Akkordfolge, wie man sie am reinsten zu Beginn der Sarabanda hören kann: eine spannungsvoll variierte d-Moll-Kadenz. Sie liegt allen Sätzen von der Allemanda bis zur Ciaccona zugrunde und wird lediglich rhythmisch und melodisch variiert. Bach ließ hier das altdeutsche Prinzip der „Variationensuite” wieder aufleben, um der Partia seconda die größtmögliche Einheitlichkeit des Affekts zu verleihen.

Johann Sebastian Bach, Cellosuite Nr. 2 d-Moll, BWV 1008, Suite Nr. 2 d-Moll für Violoncello solo, BWV 1008 1. Prélude, 2. Allemande, 3. Courante, 4. Sarabande, 5. Menuet I – Menuet II, 7. Gigue

Die frühesten Quellen von Bachs Cellosuiten werfen ein bezeichnendes Licht auf die Lebensumstände in der Leipziger Kantorenwohnung, in der seine Söhne aufwuchsen: Hier waren alle in das tägliche Abschreiben, Einstudieren und Aufführen von Musik einbezogen. Um 1726 schrieb sich der Bachschüler Johann Peter Kellner die Suiten ab. Er und seinesgleichen, die allenthalben das Haus bevölkernden Thomaner, Studenten und sonstigen Bachschüler, sorgten dafür, dass die Wohnung einem „Taubenhaus” glich, wie es Carl Philipp Emanuel genannt hat. Man wundert sich, wie Anna Magdalena, Bachs zweite Frau und musikalisch hoch gebildete Mitstreiterin, in diesem Trubel die Ruhe fand, ihre wunderschöne Abschrift der Cellosuiten anzufertigen.

Eintritt frei


Die nächsten Termine in 2017:
06.10., 10.11., 01.12.

 

Wir freuen uns auf diese Abende.
Kärt Ruubel, Joshua Löhrer und Andreas Groß