Blauer Salon

 

Der "Blaue Salon" ist eine monatliche Veranstaltung am Freitag um 17.00 Uhr mit wechselnden Themen in den Gemeinderäumen der Kreuzkirche, Hohenzollerndamm 130a, neben der Kirche oder auch im Gemeindesaal, Eingang Forckenbeckstraße.

Es freuen sich auf Sie Karin Regierer und Rainer Hennekes!


Freitag, 22. September, 17:00 Uhr

Harry Belafonte, dem Sänger der Herzen, zum 90. Geburtstag

Wer kennt sie nicht, diese Lieder, mit denen ein junger, strahlend schöner schwarzer Sänger und Entertainer im Sturm die Herzen von Millionen auf allen Kontinenten eroberte. Sein Charme, sein Timbre, seine warme Herzlichkeit – wer konnte sich seinem Zauber entziehen.

Unvergessen sind die LIeder "Island in the Sun" oder "Matilda" und viele andere, die er sang.

Seine Texte erzählen vom harten Leben der Lastträger und Hafenarbeiter, aber auch von der Weisheit seines schwarzen Volkes, von ihren Leiden und Freuden. Seine Lieder sind den Menschen zu Herze gegangen, weil in ihnen das Engagement für seine schwarzen Landsleute mitschwingt.

Harry Belafonte stellte sich öffentlich auf die Seite der wegen ihrer Hautfarbe diskriminierten Menschen, er kämpfte gegen Rassentrennung, war an der Seite von Martin Luther King bei dem großen Marsch auf Washington dabei und engagiert sich heute noch bei dem Kampf gegen Hunger und Elend in Afrika.

Er hat seine Stimme nie geschont, nun hat sie ihren Klang verloren. Verstummen wird sie niemals.

Seine Lieder werden in diesem Programm von Lusako Karonga (Schauspieler und Sänger) vorgetragen. Über das Leben von Harry Belafonte erfahren wir etwas durch die "Interviews", die die Journalistin Gisela M. Gulu mit Lusako Karonga führt, und die aus dem Leben von Harry Belafonte erzählen, begleitet werden sie am Flügel von Armin Baptist.


Freitag, 20. Oktober, 17:00 Uhr

Ich hob di zuviel lieb -
Jiddische und hebräische Chansons

In diesem Monat tauchen wir ein in die jüdische Liedkultur, wie sie sich in den Ländern entwickelte, in denen Juden leben und sich ihre Musik mit der des Landes vermischte. „Bey mir bistu sheyn“, „Tumbalalaika“, „Ich hob di zuviel lieb“ sind nur einige der bekanntesten jiddischen Weisen die vor allem durch die Interpretation der Barry Sisters in den 50er Jahren große Berühmtheit erlangt haben. Sie werden dargeboten von Alexandra Julius Frölich (Gesang) und Alexander Gutman (Klavier und Gesang) vom Deutsch-Jüdischen Theater (in Neugründung). Frölich und Gutman präsentieren die schönsten Lieder der jüdischen Kultur und schlagen dabei den Bogen vom Stetl des russischen Zarenreiches, über Spanien hin nach Israel. Umrahmt wird diese Reise über zwei Kontinente von Texten von Mascha Kaleko, Joseph Roth und Isaac Bashevis Singer.

Alexandra Julius Frölich ist nach ihrem Studium der Theaterwissenschaft dem Jüdischen Theater als Schauspielerin und Dramaturgin verbunden. Alexander Gutman ist nicht nur Pianist, sondern auch Dirigent, Komponist und Gesangspädagoge. Zusammen leiten sie das interkulturelle Jugend-Theaterprojekt „Shalom-Salam: Wohin?“